Die acht Feiertage der Neuheiden
Die Feiertage der Hexen sind an das Jahresrad, wie wir es nennen, gebunden. Dieser Ausdruck verdeutlicht den
Glauben der Erd- oder Naturreligionen daran, daß Zeit in Zyklen, nicht linear verläuft. Im Verlauf dieser Festtage
feiern wir den Zyklus von Leben, Tod und Wiedergeburt, so wie diese in der Natur und im menschlichen Leben
vorhanden sind. Die Konsequenz ist, daß wir durch das Feiern der Festtage des Jahresrades mit dem Zyklus von
Leben, Tod und Wiedergeburt verbunden sind und somit dieses erfahren und den ewigen Prozess verstehen
lernen.

Die Festtage im Jahreskreis:
(Anmerkung zum Datum: Das richtige Datum * einiger Festage kann von Jahr zu Jahr variieren. Das genaue
Datum entnehmt bitte einem astronomischen Kalender.

Wintersonnenwende/Jul: (22. Dezember*) Jul ist die Zeit der größten Dunkelheit und der längsten Nacht des
Jahres. Die Wintersonnenwende wurde mit der Geburt eines "göttlichen Königs" schon lange vor dem
Christentum in Verbindung gebracht. Die Sonne repräsentiert in vielen paganistischen Traditionen den Gott. Aus
diesem Grund wird Jul als Rückkehr des "Sonnen-Gottes" gefeiert. Der Gott wird von der Göttin wiedergeboren.

Imbolc/Brigid: (2. Februar) Die ersten Anzeichen des Frühlings zeigen sich jetzt, wenn die Göttin ihren noch
jungen Sohn nährt. Als Jahreszeit wird Imbolc mit beginnendem Wachstum assoziiert. Imbolc ist für Viele eine
Zeit in dem die Grundlage für neues gelegt wird. Jetzt pflanzen wir die "Samen" für unsere Hoffnungen und
Träume in den kommenden Sommermonaten.

Frühlings Tag- und Nachtgleiche/Ostara: (21. März*) Der erste 'echte' Frühlingstag. Tag und Nacht sind
gleich lang. Der junge Gott wächst und reift. Wir sehen die ersten Sprösslinge und die reifenden Knospen an den
Bäumen. Die (Lebens-) Energie wird immer stärker, je wärmer die Tage werden..

Beltane: (1. Mai*) Das Land, repräsentiert durch die Göttin, ist nun reif und fruchtbar. Der junge Gott zeigt seine
Liebe zu Ihr. Es ist eine Zeit der Freude über die ersten Sommerblumen, die Ihr zu Ehren gesammelt werden.

Sommersonnenwende/Litha: (21. Juni*): Die Zeit der ersten Ernte von Kräutern beginnt, und die Erde gibt
uns von Ihren Gaben. Der längste Tag des Jahres wird als Feuerfest zelebriert. Es ist die fruchtbare Zeit zwischen
Aussaat und Ernte. Der Juni ist zudem ein 'traditioneller' Monat Hochzeiten und Handfastings.

Lugnasadh: (1. August) Die erste Ernte. Während der Jahreszyklus weiterläuft geben die Pflanzen schon für das
nächste Jahr ihre Samen.Die Sonne scheint noch immer hell aber die kürzer werdenden Tage bereiten dem
Herbst bereits den Weg. Die Jungtiere sind schon fast ausgewachsen und die im Frühjahr mit hohen
Erwartungen ausgesäten Pflanzen kommen zur Reife.

Herbst Tag- und Nachtgleiche/Mabon: (21. September *) Die zweite oder weitergeführte Ernte. Wie zu
Ostara sind Tage und Nächte gleich lang. Die Gärten stehen in voller Blüte und Fruchtbarkeit. In der Luft ist schon
ein kühler Hauch zu verspüren und die Vorbereitungen für die langen, kalten Wintermonate beginnen.

Samhain: (31. Oktober) Der Übergang, Neujahr. Die Erde verabschiedet sich traurig von dem Gott. Wir wissen
glücklicherweise, daß er schon bald von der Göttin wiedergeboren wird und der Zyklus weitergeht. Jetzt ist eine
Zeit der Besinnung, Zeit die Ahnen zu ehren und eine Zeit des 'Sehens', Zeit für Visionen und Zukunftsschau. Den
Jahreskreis vollendend erfahren wir unseren eigenen Anteil im ewigen Kreislauf des Lebens.

Englisches Original bei: http://www.witchvox.com/xholidays.html

Die Feste im Jahreskreis